Franz K. Opitz:
Galerie Schmitten:
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Theorie & Praxis
Übersicht
Natursteinmosaik
Bilder
Natursteinmosaik setzen in Sand
Man fertigt hier aus Dachlatten einen Rahmen in der Größe des Mosaiks. Die
Unterseite des Rahmens wird mit einer Pavatexplatte abgeschlossen. Man nehme
dazu nicht zu lange Nägel, da diese später wieder entfernt werden müssen. Der
Rahmen wird mit nicht zu grobem Sand ca. 3 cm hoch aufgefüllt. Man überträgt nun
seinen Entwurf mittels Durchschlagpapiers oder eines Schnittmusterrädchens auf
einen 1 mm dicken Holzkarton. Das oder die Motive werden mit einem Kartonmesser
ausgeschnitten und so auf den Sand platziert, wie es im Entwurf vorgesehen
ist.
Nun folgt das Setzen des Mosaiks, das aus selbst zugeschlagenen Natursteinen
oder andern Materialien wie Keramikplatten, Glas usw. ausgeführt werden kann.
Man beginnt die Steine des Hintergrundes um die Kartonschablone herum zu setzen,
bis die ganze Sandfläche ausgefüllt ist. Das Verwenden verschieden großer Steine
macht das Mosaik spannungsvoller. Bei dieser Art des Arbeitens gibt es keinen
schnell erhärteten Zement, und man kann deshalb die Steine in Ruhe und mit
Überlegung setzen. Ebenso kann die Arbeit daher beliebig unterbrochen
werden.
Hat man den Hintergrund ausgeführt, schneidet man nun ein Teilstück nach dem
andern aus der Kartonschablone heraus und setzt jeweils dieses Stück. Diese
Technik hat den Vorteil, dass sich die Zeichnung beim Setzen nicht verändert und
die Konturen scharf und genau erkenntlich bleiben.
Hat man das Mosaik zu Ende gesetzt, wird ein mittelstarkes Packpapier (etwas
größer als das Mosaik) auf der einen Seite nass gemacht, auf der andern Seite
mit Mehlkleister eingestrichen. Dieser Kleister soll etwas dicker sein als ein
Omelettenteig und wird am besten mit der Hand gleichmäßig aufgetragen. Nun legt
man das Papier vorsichtig auf das Mosaik, am besten zu zweit. Zuerst mit der
Hand, dann mit einer Bürste wird das Papier auf die Steine gepresst, bis sich
das Fugenbild gut abzeichnet und man das Gefühl hat, dass alle Steine kleben. Je
nach Temperatur wird das Packpapier in 1-2 Tagen trocken und hart sein, so dass
man, nachdem die evt. am Holzrahmen klebenden Papierränder gelöst wurden, das
Papier mit den Steinen an der Unterseite an 2, bei größeren Stücken an allen 4
Ecken aus dem Sand ziehen kann. Einzelne nicht klebende Steine bleiben im Sand
stecken und können leicht im seitenverkehrten Mosaikbild mit etwas Kleister
eingesetzt werden. Der Sand wird nun aus dem Rahmen entfernt und an dessen
Stelle wird das Mosaik mit der Steinrückseite nach oben in den Rahmen gelegt.
Bei größeren Stücken legt man zur Verstärkung ein Drahtgitter oder auch einige
5-mm-Armierungsstäbe über die Steine.
Aus 3 Teilen sog. Blausand (nicht lehmhaltig) und 1 Teil gewöhnlichem
Portlandzement wird nun die Mischung zubereitet. Sand und Zement werden trocken
gut vermischt und erst dann wird Wasser dazu gegeben. Die Mosaiksteine werden
genetzt und mit einer Konservenbüchse wird die erste, ziemlich flüssige
Zementmischung eingegossen. Der Zement soll überall ganz in die Fugen
eindringen. Dies lässt sich durch Stupfen mit einem breiten Pinsel gut
erreichen. Nun folgt die übrige Mischung, die man viel dickflüssiger hält. Sie
wird mit einer Dachlatte leicht geklopft, bis die Zementmasse gleichmäßig und
kompakt ist. Dicke des Mosaiks je nach Größe 3-4 cm. Nach etwa 2-2½ Tagen,
während denen das Mosaik feucht gehalten wird, kann man die hart gewordene
Platte aufstellen und den Pavatex mit einer Zange lösen. Das Packpapier lässt
sich wegziehen, und das nun sichtbar gewordene Mosaik wird mit einer nicht zu
harten Bürste vorsichtig gereinigt, ist das Mosaik ganz durchgetrocknet und
hart, wird der Holzrahmen entfernt und die Steine können mit einem Stein-
schutzmittel (z.b. Rember) behandelt werden. Sie erhalten dadurch mehr
Leuchtkraft und sind gegen Witterungseinflüsse besser geschützt.
Damit wäre die Arbeit zu einem glücklichen Ende gebracht. Damit sie auch
wirklich befriedigt, seien zum Schluss noch einige Ratschläge beigefügt.
- Motivwahl: Man halte sich an einfache, großflächige Formen, die
wandbildhaft wirken.
- Steine: Es können beliebige Natursteine verwendet werden. Am besten
eignen sich für diese Technik jedoch Steinplatten in der Dicke von
1-3 cm, die sich mit Meissel und Hammer gut zuschlagen lassen.
- Farben: Man gewöhne sich an, Farbflächen mit gleichfarbenen Steinen
nebeneinander zu setzen, damit jede Steinfarbe zur vollen Wirkung kommt. So
besteht keine Gefahr, dass das Mosaik grau wirkt. Man lasse sich von einem
anfänglichen Misserfolg nicht abhalten, weiter zu arbeiten; es ist auch in
dieser Technik noch kein Meister vom Himmel gefallen.
- Werkzeug und Material: Meissel, etwa 5 cm breit, in ein Stück Eisen oder
einen größeren Holzpflock eingelassen, Hammer (Maurerhammer), Zange mit langem
Griff zum Abkluppen der Steine. Kartonmesser, Packpapier, Mehl, Portlandzement,
Blausand, Dachlatten, Nägel, Drahtgitter oder 5-mm-Armierungseisen, eventuell
Steinschutzmittel.
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Franz K. Opitz | Verwaltung
Elisabeth Opitz,
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